Familie Jacob aus Hüde-Berglage setzt auf moderne Milchviehhaltung, Langlebigkeit und Direktvermarktung
Im niedersächsischen Hüde-Berglage am Dümmer See, im Landkreis Diepholz, führt die Familie Wilhelm Jacob einen vielseitigen landwirtschaftlichen Betrieb mit moderner Milchviehhaltung, Legehennenhaltung, eigener Hofkäserei und Direktvermarktung. Der Betrieb steht für Unternehmergeist, Qualität und einen klaren Fokus auf Tiergesundheit, Leistung und Langlebigkeit.
Auf dem Hof der Familie Jacob werden derzeit rund 180 Milchkühe gemolken – mit einer Herdenleistung von 12.500 Litern Milch, bei 4,2 % Fett und 3,5 % Eiweiß. Neben der Milchviehhaltung gehören auch 6.000 Legehennen, eine eigene Hofkäserei sowie die Direktvermarktung zum Betrieb. Die Eier und Käseprodukte werden über Wochenmärkte, Hofläden und Supermärkte verkauft.
Familienbetrieb mit breiter Aufstellung
Geführt wird der Hof von Herrn Jacob gemeinsam mit seiner Familie. Neben ihm und seiner Frau ist auch seine Mutter weiterhin aktiv in den Betrieb eingebunden. Unterstützt wird die Familie von mehreren Mitarbeitenden. Diese breite Aufstellung ist notwendig, denn der Betrieb vereint Milchviehhaltung, Legehennenhaltung, Käseproduktion und Vermarktung unter einem Dach.
Auch technisch ist der Hof modern aufgestellt. Gemolken wird mit zwei Lely-Robotern sowie einem DeLaval-Roboter. Dabei wurde bewusst eine klare Struktur geschaffen: Die Färsen werden über den DeLaval-Roboter gemolken, während die älteren Kühe ab der zweiten Laktation zu den Lely-Robotern gehen. Besonders das Einmelken der Färsen funktioniert auf diese Weise sehr gut.
Eigene Milch, eigener Käse, eigene Vermarktung
Die Direktvermarktung hat auf dem Betrieb der Familie Wilhelm Jacob eine lange Tradition. Bereits 1990 begann der Vater von Herrn Jacob mit der Legehennenhaltung und legte früh Wert darauf, die Eier selbst zu vermarkten. Da ohnehin regelmäßig Supermärkte beliefert wurden und Milch vom eigenen Hof vorhanden war, entstand die Idee, auch Käse herzustellen.
1996 wurde schließlich die eigene Hofkäserei aufgebaut. Heute werden jährlich rund 150.000 Liter Milch aus eigener Erzeugung zu Käse verarbeitet. Der Käse ist ein wichtiger Bestandteil der Direktvermarktung und soll in Zukunft noch stärker in den Fokus rücken. Auf diese Direktvermarktung ist die Familie Jacob besonders stolz, denn sie wird bereits seit fast 30 Jahren erfolgreich weitergeführt.
180 Hektar Futtergrundlage
Zur Futtergrundlage des Milchviehbetriebs gehören insgesamt 180 Hektar landwirtschaftliche Fläche. Davon entfallen rund 80 Hektar auf Mais, 70 Hektar auf Grünland und 30 Hektar auf Getreide, insbesondere Weizen und Gerste. Gerade bei einem hohen Leistungsniveau ist eine stabile und hochwertige Fütterung für den Betrieb von Herrn Jacob ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Zusammenarbeit mit Farmula
Seit Anfang des Jahres arbeitet die Familie Wilhelm Jacob mit Farmula zusammen. Besonders der persönliche Kontakt und die fachliche Beratung haben überzeugt. Von Anfang an passte die Zusammenarbeit gut zum Betrieb und zu den Zielen der Familie.
Auch die Produkte stießen schnell auf Interesse – insbesondere der Calcium-Bolus. Herr Jacob setzt Calcium-Boli gezielt ein, um Kühe rund um die Kalbung zu unterstützen und das Risiko von Milchfieber zu senken. Jede Kuh ab der dritten Laktation erhält nach der Kalbung prophylaktisch zwei Boli. Bei Bedarf, etwa im Rahmen einer Milchfieberbehandlung, wird der Bolus zusätzlich zur Infusion eingesetzt, um die Calciumversorgung über einen längeren Zeitraum zu unterstützen.
Wichtig war Herrn Jacob vor allem der hohe Calciumgehalt. Am Markt gibt es viele verschiedene Anbieter, doch entscheidend war für ihn, möglichst viel Calcium in die Kuh zu bekommen. Auch die Kombination mit Phosphor und Vitamin D3 bewertet er positiv, da diese Nährstoffe eine wichtige Rolle im Stoffwechsel der Kuh spielen.

Kleine Stellschrauben machen den Unterschied
Bei einer Milchleistung von über 12.000 Litern kommt es auf jedes Detail an. Der Calcium-Bolus ist für den Betrieb der Familie Jacob dabei ein ergänzendes Werkzeug innerhalb eines größeren Gesundheitskonzeptes. Entscheidend bleibt, dass die Grundfutterration stimmt und alle wichtigen Faktoren im Management zusammenpassen.
Gerade bei hohem Leistungsniveau hilft der Calcium-Bolus, die Kühe zusätzlich zu unterstützen. Herr Jacob hatte bereits zuvor verschiedene Calcium-Boli ausprobiert – von günstigen bis zu hochpreisigen Varianten. Mit dem aktuellen Bolus sieht die Familie Jacob eine Lösung, mit der sie langfristig arbeiten möchte.
Langlebigkeit beginnt beim Wohlbefinden der Kuh
Ein zentrales Ziel auf dem Betrieb ist die Langlebigkeit der Kühe. Aktuell liegt die Herde bei durchschnittlich rund 3,5 Laktationen. Langfristig möchte die Familie Jacob nicht nur die Marke von 13.000 Litern Milchleistung erreichen, sondern auch die Nutzungsdauer der Kühe weiter steigern.
Für Herrn Jacob ist klar: Langlebigkeit ist einer der wichtigsten wirtschaftlichen Faktoren in der Milchviehhaltung. Je länger eine Kuh auf dem Betrieb bleibt, desto wirtschaftlicher ist sie am Ende. Dafür müssen viele Bereiche zusammenspielen: Fütterung, Klauengesundheit, Stallbau, Boxenhygiene und ein konsequentes Gesundheitsmanagement.
Die Hauptabgangsursache auf dem Betrieb ist aktuell Unfruchtbarkeit. Deshalb legt Hern Jacob einen besonderen Fokus auf die Fütterung und auf stabile Stoffwechselprozesse. Gleichzeitig werden Klauenpflege, Hygiene und regelmäßige Untersuchungen ernst genommen. Auch das Thema Clostridien im Stall wird aktiv überwacht, um bei Bedarf gezielt reagieren zu können.
Ein Betrieb mit Zukunft
Der Hof der Familie Jacob in Hüde-Berglage zeigt, wie moderne Landwirtschaft heute aussehen kann: leistungsstarke Milchkühe, automatisiertes Melken, eigene Verarbeitung, regionale Vermarktung und ein konsequenter Blick auf Tiergesundheit und Langlebigkeit.
Die Zusammenarbeit mit Farmula passt dabei gut in die Betriebsphilosophie der Familie Jacob: praxisnahe Beratung, persönliche Betreuung und Produkte, die den Alltag im Milchviehbetrieb gezielt unterstützen. Im Mittelpunkt steht am Ende immer die Kuh: Geht es der Kuh gut, frisst sie gut – und wenn sie gut frisst, bleibt sie gesund.